Erste Hilfe für Alltagskonflikte mit deinem Kind

Zähne putzen, morgendliches Anziehen, Hände waschen, nicht vom Spielplatz mit nach Hause kommen wollen, am Tisch sitzenbleiben, aufräumen, Geschwisterrivalitäten … Die Liste kann endlos weitergeführt werden.

Ich möchte dir Ideen an die Hand geben, wie du den familiären Alltagskonflikten begegnen kannst, ohne, dass die Bindung zu deinem Kind leidet. Im Gegenteil, unter anderem durch Bindungsspiele wird sich die Beziehung zu deinem Kind nachhaltig und vor allem sofort verändern. Die Kooperation seitens deines Kindes ist dir sicher.

Vier Tipps vorab, die dir das Zusammenleben mit deinem Kind deutlich vereinfachen werden:

Choose your fight wisely

Überlege dir, welchen Kampf du tatsächlich ausfechten willst und musst. Oft beharren wir auf unseren Anweisung, weil unser Kind doch machen soll, was wir sagen. Schließlich können wir uns nicht von ihm auf der Nase herumtanzen lassen. Ich sage: Kinder wissen ganz genau, was sie wollen und was nicht. Was macht der Gedanke mit dir, auch mal nachzugeben und zu sagen: „Ich merke gerade: Eigentlich ist es mir doch nicht so wichtig.“

Stelle dir eine Frage

„Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Ist es lebensbedrohlich (für egal wen)?“
Beispiel: Dein Kind spielt mit Wasser. Im ersten Moment willst du „nein“ sagen. Halte kurz inne, überlege, was das Schlimmste wäre, was durch die Handlung passieren könnte, und entscheide dann. Deine Entscheidung könnte sein: „Wenn die Klamotten nass werden, ziehen wir dich halt um. Wenn der Boden nass wird, wischen wir es auf.“

Hintergrund ist, dass unser Gehirn in einer für uns als stressig erlebten Situation nicht nur reale Gefahren, sondern auch schon winzige Kleinigkeiten als gefährlich einordnen kann. Wenn wir uns im „Stress-Modus“ befinden, kann unser Gehirn nicht lösungsorientiert denken. Komme also zunächst aus der Stresssituation raus, um überhaupt in den „Ich-finde- eine-Lösung-Modus“ zu finden.

Biete eine Auswahl an

„Welche Hose möchtest du anziehen?“ oder konkreter: „die grüne oder die blaue Hose?“ So hat dein Kind die Wahl, es darf mitentscheiden.
Nicht, ob oder ob nicht es sich jetzt anzieht, sondern welche Hose es anzieht. Falls es immer noch ein Problem ist, könnte es sein, dass die „Sprache der Liebe“ deines Kindes ist, dass es sich Hilfe wünscht. Dann schenke ihm oder ihr Hilfe, auch wenn es sich eigentlich schon ganz alleine anziehen kann.

Die Stimme leihen

Bei uns hat sich bewährt, allen möglichen Dingen die Stimme zu leihen. Das kann das kleinere Geschwisterchen sein (erschrockener Tonfall: „Oh nein, jetzt habe ich deinen Turm umgeschmissen, und du ärgerst dich darüber. Das wollte ich nicht“), die Zahnbürste (freudiger Tonfall: „Juhuuu, endlich kommst du, ich warte schon den ganzen Tag darauf, dass du mich benutzt!“), dem Kuscheltier („Wollen wir gemeinsam aufräumen? Komm, ich helfe dir, zusammen macht es viel mehr Spaß!“)

Lösungsorientiert

In meinem 11-seitigen kostenfreien Handout gehe ich auf konkrete, typische Situationen ein, die oft in Machtkämpfen ausarten oder wir uns irgendwann so hilflos fühlen, dass wir unser Kind erpressen oder ihm drohen: „Wenn du jetzt nicht mitmachst, dann gibt es heute Abend keine ‚Maus‘ im Fernsehen!“

  • Mein Kind will nicht Zähne putzen
  • Mein Kind ist aggressiv
  • Mein Kind will nicht teilen
  • Mein Kind will nicht mit nach Hause (z.B. vom Spielplatz)
  • Mein Kind haut
  • Mein Kind bleibt nicht am Esstisch sitzen
  • Mein Kind hilft nicht, aufzuräumen
  • Mein Kind will sich nicht anziehen

 

Mit meinen Tipps und Tricks wird dir die Kooperation seitens deines Kindes sicher sein und zudem die Bindung zwischen euch gestärkt.

Ein sehr positiver Nebeneffekt: Das Lachen! Denn gemeinsames Lachen verbindet, ihr beide befreit euch durch das Lachen von Stress und gleichzeitig schüttet der Körper Oxytocin aus, auch bekannt als Kuschel- oder Glückshormon.

Trage dich in das Formular ein und sichere dir dein kostenfreies 11-seitiges Handout. Bitte schreibe in die Textbox, dass du mein Geschenk haben möchtest.

                                                                                                                                                                                                                                                             Bildquelle: Pixabay – geralt