Hassgefühle gegenüber dem Geschwisterkind

„Ich wünschte, Leni wäre tot!“

„Ich hasse mich!“

„Ich bin euch völlig egal!“

Das sind harte Worte, die uns womöglich erstmal mit offenem Mund zurücklassen.

Am besten „reagierst“ du, indem du erstmal nichts sagst und durchatmest.

Wichtig zu wissen: Hinter Trotz, Aggression und Wut stecken Angst, Verzweiflung, Trauer. Wenn du diese Gefühle erkennst, kannst du dein Kind gut begleiten.

Schau dein Kind an und frage dich: Bekommt es, was es braucht? Überlege, welche Bedürfnisse hinter seinem Verhalten stecken könnten.

Nimm es an in all den starken Gefühlen, die gerade auf es einprasseln. Reagiere ruhig und empathisch:

„Ich kann mir vorstellen, wie es dir gerade geht.“

„Du bist richtig sauer, ich sehe das.“

„Es ist wirklich momentan schwierig, wir kommen alle zu kurz.“

„Das wird vorbeigehen. Aber im Moment ist es so.“

„Hast du das Gefühl, wir haben zu wenig Zeit zusammen?“

„Fällt dir etwas ein, was wir machen könnten, nur du und ich?“

Was passiert, wenn sich dein Kind gesehen fühlt?

Es kann die hasserfüllten Gefühle zulassen und damit auch loslassen. Vielleicht findet das Kind in die Tränen und weint und wütet in deiner liebevollen Begleitung. So kann es die innere Anspannung abbauen und sich von Stress befreien.

Wichtig: Halte dein Versprechen – gemeinsame Zeit – auch ein. Idealerweise macht ihr direkt etwas aus: „Heute Abend, wenn Leni schläft? 20 Minuten nur für uns!“

Du wünschst dir ein offenes Ohr, das dir zuhört und dir hilft, mit der Eifersucht deines Kindes besser umzugehen? Dann schreibe mich gerne an.

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