Wutanfall: Wie begleite ich mein Kind?

Erste Hilfe für Alltagskonflikte mit deinem Kind

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Was tue ich, wenn mein Kind einen Wutanfall hat?

Das ist eine der häufigsten Fragen, die in meinen Beratungen und Begleitungen an mich gestellt werden.

Kinder, vor allem die kleinen, leben im Moment – wir Erwachsenen leider viel zu selten. Von ihnen können wir so viel lernen, wenn wir es nur zulassen. Sie sind geleitet von ihren Emotionen, von jetzt auf gleich kippt die Stimmung, genauso schnell ist es aber oft auch wieder gut. Nicht immer allerdings, wie unsere Geschichte zeigt.

Unser Sohn Emil war 3 Jahre alt. Er spielte mit einem Pappkarton und brach plötzlich in Tränen aus, warf sich auf den Boden und war kaum zu beruhigen. Er erklärte unter Schluchzen, dass sein Kran kaputt gegangen sei. Alle Versuche meinerseits, ihm zu helfen und den imaginären Papp-Kran wieder aufzubauen, scheiterten. Er steigerte sich immer mehr hinein, fühlte sich völlig missverstanden von seiner planlosen Mutter.

Wir Erwachsenen neigen dazu, ausschließlich die Situation an sich zu betrachten, nicht aber zu hinterfragen, ob es sich tatsächlich nur um diese (aus unserer Sicht) „Lappalie“ handelt, die den Kessel zum Explodieren bringt.

Mir war relativ schnell klar, dass hier das berühmte Fass zum überlaufen gekommen war. Er war einfach total überreizt von den vielen Eindrücken des Tages und dem Mangel an Ruhe. Und all die Gefühle kamen nun hoch und mussten irgendwo hin. Das Ventil der Tränen öffnete sich und der Damm brach in dem Wutanfall.

 

Sei da, höre zu und bewerte nicht!

Ich saß die ganze Zeit neben ihm, und als er soweit war, dass ich ihn in den Arm nehmen durfte, wog ich ihn sanft wie ein kleines Baby. Ich sprach nicht, ich war einfach nur da. Für meinen kleinen Jungen, der in vielen Situationen schon so groß ist und dann wieder so klein und zart.

Der Wutanfall veränderte sich in heftiges Weinen. Die Tränen strömten über seine weichen Wangen und seine Augen füllten sich immer wieder mit neuer Flüssigkeit. Mit der Zeit wich die dauerhafte Kurzatmigkeit ein paar tiefen Atemzügen. Er schluchzte immer mal wieder auf, beruhigte sich aber langsam.

Nachdem er ganz zur Ruhe gekommen war schaute er mich an und sagte: „Mama, ich mag dich“.

Kannst du das Geschenk erkennen, das ich meinem Sohn gemacht habe? Indem ich ihm einfach nur zuhörte, für ihn da war, sein Weinen liebevoll angenommen und begleitet habe, konnte sich sein inneres Stressfässchen leeren, denn das ist eine Art und Weise, wie sich Kinder von Stress befreien: Durch liebevoll angenommenes und begleitetes Weinen und Wüten.

Ich möchte dich heute ermutigen, beim nächsten Weinen und Wüten deines Kindes: Setze dich daneben und höre deinem Kind zu. Hinterfrage nicht. Bewerte nicht. Sei einfach da.

 

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